Schlagworte: Nacktheit, Leopardenfell, Mann und Frau, Anemone, 20. Jahrhundert
Entstanden: 1917/18
Österreichische Galerie, Wien
Leinwand, 173 X 60 cm
10 Stimmen: ![]()
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EkSeS 25.08.2006, 23:50 Uhr
Von wegen "Adam und Eva" *grrr*.
Der Maler sollte sich mal andere Namen ausdenken und nicht irgendwelche Gesichter (die er sich ja selbste ausgedacht hat) , in die Köpfe der jetzigen Menschen reinfressen lassen.
Vielleicht waren die beide Dunkelhäutig oder hatten überall-/gar keine Haare... wer weiss das schon...
Und genau solche Bilder die eigentlich frei erfunden und mit "heiligen Namen versehen" werden, zieht sich über Generationen dass man auch nicht mehr dagegen ankämpfen bzw. beweisen kann daß das ganze eine Lüge ( frei erfunden ) von irgend einem "Idiot" war, der langeweile hatte und was hingekritzelt hat.
Das Bild von Jesus ist ja genauso ein Fall... *grrr
Niemand weiss in wirklichkeit wie er aussieht aber dank den frei erfundenen Bildern von irgendwelchen "Idioten" stellt ihn sich der heutige Mensch so vor wie auf dem Bild oder vermutet dass er so ähnlich aussehen müsste.
Vielleicht sahen die (Adam oder Jesus) aus wie Boris Becker...
Würde es denn jemand glauben, wenn alle schon eine Vorstellung haben wie er ~ aussehen müsste ?
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Sooo... das musste mal drunter geschrieben werden - damit die nächsten Genrationen nicht denken dass alle Menschen im Jahre 2006 "verwaschene" Gehirne haben ;)
Gruss EkSeS
Hekate 15.08.2007, 16:07 Uhr
Sehr geehrter EkSeS
es geht hierbei nicht um eine Darstellung mit einem photografischem Anspruch die die Gesichtszüge dokumentatorisch festhalten will sondern vielmehr um den emotionalen Ausdruck. Eine Rolle spielt die Beziehung zwischen Adam und Eva, also nicht die Farbe selbst die auf die Leinwand aufgetragen wird, sonderen deren Komposition die über eine einfache Darstellung hinaus geht.
Liebe Grüße Hekate
Hans Dunkelberg 23.08.2007, 13:46 Uhr
Es ist sicher richtig, dass die Physiognomie der historischen Adam und Eva - auch unsere Biologie geht immerhin von stammesgeschichtlichen Nadelöhren aus! - hier nicht so gut getroffen ist, besser dagegen der für sie typische innere Ausdruck.
Wer sich wirklich in die Geschichte der Tradierung von historischen Persönlichkeiten vertieft, wird aber auch heute noch feststellen, dass die Bildnisse Jesus`, Johannes des Täufers, Johannes des Evangelisten oder anderer, von denen keine authentische Wiedergabe vorhanden ist, sehr gut zu dem stimmen, was wir über diese Menschen aus der Überlieferung wissen.
Das ist ja gerade die Kunst, dass man Dinge verbildlicht, die der gewöhnliche Bürger nicht gesehen hat und nicht sehen kann, weil er sich nicht so lang wie der schöpferisch Tätige in das Wesen einer Sache vertieft hat.
Gerade der, der weiß, wie zuverlässig ein bestimmter Menschenschlag immer wiederkehrt und wieviel dabei darauf hindeutet, dass eine unsichtbare, unserer schon erforschten zugrundeliegende Biologie dabei mitspielt, wird es in der Kunst gelten lassen, wenn Michelangelo, Rembrandt, Gustav Klimt oder andere uns etwas zeigen, was sie innerlich geschaut und aus ihrer Umgebung und Weltanschauung heraus rekonstruiert haben.
Die hier gezeigte Eva etwa entspricht von ihrem inneren Wesen her - aber auch in den äußeren Gesichtszügen - erstaunlich gut der Eva, wie sie Masaccio, Dürer, Michelangelo und andere gemalt haben.
Und was sollte man wohl sagen, wenn man einmal darauf kommen würde, dass jene Eva in eigentlich ganz unerklärlicher Weise vom Aussehen her mit den Darstellungen von Petrarcas Laura, mit Johanna von Aragonien, mit Rembrandts erster Frau Saskia van Uylenburgh und mit Goethes Sesenheimer Freundin Friederike Brion übereinstimmt?
Ganz so dumm müssen Künstler nicht immer sein, nur weil sie auch echte Menschen waren und ihre Werke für echte Menschen geschaffen haben.
Lena 28.09.2007, 16:22 Uhr
Kunst ist doch Ansichtssache und ich finde, dass dieses Bild sehr viel Ausdruck hat
C.Marshall 06.12.2009, 12:25 Uhr
... ich weiss nicht so recht. Kann man dazu "Schön" sagen - oder nicht.
Wie auch immer, Klimt hat sich bemüht, das Authentische rüberzuholen...
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