Gemälde von Giovanni Battista Moroni

Giovanni Battista Moroni

Giovanni Battista Moroni (* um 1525 in Bondo bei Albino; † 5. Februar 1578 in Bergamo) war ein italienischer Maler der Renaissance. Moroni malte hauptsächlich Portraits. Er erlangte bereits zu Lebzeiten Berühmtheit, wurde aber besonders im 19. Jahrhundert in England geschätzt, wo sich auch heute noch in der National Gallery die größte Sammlung seiner Werke außerhalb Italiens befindet. Moroni wurde vermutlich in Bondo bei Albino in der Nähe von Bergamo geboren. Er dürfte in bescheidenen Verhältnissen aufgewachsen sein. Die Eltern schickten ihn nach Brescia zu Alessandro Bonvicino, genannt il Moretto da Brescia, in die Lehre. 1549 malte er in Abino zwei Zimmer im Haus des Grafen Spini aus, das eine mit einer Landschaftsszene in dem damals beliebten chinesischen Stil, das andere mit einem Wappen der Familie. Eine aus dem Jahr 1553 datierte Zeichnung zweier Figuren eines Altarbilds Morettos, der 1554 starb, lässt die Annahme zu, dass beide damals noch in Kontakt standen. Ab 1553/54 malte Moroni seine ersten eigenen Bilder. Diese weisen noch Elemente des Lehrers Morettos auf, zeigen aber schon eine eigenständige Entwicklung. In Zusammenhang mit Arbeiten aus dieser Zeit ist an einen Aufenthalt in Trient zu denken, Beziehungen zwischen der Malerschule von Brescia und Trient bestanden schon länger, so arbeitete Romanino, der Lehrer Morettos für den Erzbischof von Trient. 1573 könnte Moroni an einem Konzil in Mailand teilgenommen haben, bei dem sich geistliche Vertreter und Künstler trafen, um eine angemessene Ikonendarstellung zu diskutieren. Von längeren Reisen oder anderen Lehrern ist nichts bekannt. Moronis Werke müssen schon früh nach Venedig gekommen sein: „Ein reicher Bergamase aus dem Hause Albani wollte sich von Tizian malen lassen, doch dieser wies ihn an seinen Landsmann Moroni mit der Bemerkung, wenn er sein Bildnis „al vero“ haben wolle, so würde er von Moroni ebenso gut oder besser porträtiert“. Diese Episode begab sich vermutlich Anfang der sechziger Jahre des 16. Jahrhunderts, und wird, obwohl sie nicht sicher zu belegen ist, von verschiedenen Autoren erzählt. Bernard Berenson bezeichnet Moroni 1907 als uninteressant und phantasielos. Moronis Leben lässt sich weitgehend nur durch seine Bilder rekonstruieren, da die schriftlichen Quellen dürtig sind. Neben Aufträgen für vornehme Familien aus Bergamo erhielt er auch Aufträge von Klöstern und Kirchen. Dabei handelt es sich immer um Ölgemälde und nicht um Fresken. Viele schwächere Arbeiten in seinem Stil lassen auf eine rege Lehrtätigkeit schließen. Ein Schüler von ihm, Giovanni Battista Moneta, signiert seine Bilder mit der gleichen Signatur GBM. Viele dieser Bilder werden daher Moroni zugewiesen (Wissensstand 1933). Moronis letztes Werk ist ein Gemälde des Jüngsten Gerichts für die Kirche in Gorlago. Moroni starb am 5. Februar 1578, ohne dieses Bild zu vollenden. Anscheinend beendet ein Gehilfe das Bild so schlecht, dass gesagt wurde, „in Gorlago sei es in der Hölle besser, als im Himmel“. Moroni hinterließ Frau und zwei Kinder.

Gemälde

Edelmann in Anbetung vor der Madonna

Schlagworte: Mann, Frau, Kind, Raum, Zimmer

Edelmann in Anbetung vor der Madonna

Giovanni Battista Moroni

National Gallery of Art, Washington, D. C.

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Der Schneider

Schlagworte: Mann, Stoff, Schere, Tisch

Der Schneider

Giovanni Battista Moroni

National Gallery, London

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